Irgend jemand leidet da an leichter Sprachverwirrung.

Irgend jemand leidet da an leichter Sprachverwirrung.

Irgend jemand leidet da an leichter Sprachverwirrung.

So eine fehlende Internetverbindung kann schon zu Verärgerung führen.
Vesperkirche-Wort-Licht-der-Welt.mp3
Liebe Gäste hier in unserer Vesperkirche!
Wie sich das für eine Kirche gehört: Überall stehen Kerzen. Auf dem Altar. Auf den Tischen, an denen Sie essen. Zu einem festlich gedeckten Tisch gehören Kerzen genauso dazu wie zu einem Gottesdienst. Und hier haben wir sozusagen beides auf einmal.
So eine kleine Kerze kann ja wirklich viel. Jetzt haben wir Mittag. Aber stellen Sie sich mal vor, es wäre dunkel draußen. Und nur die eine Kerze, die Sie gerade vor sich haben, würde brennen. Sicher könnten Sie nicht mehr alles hier in der Kirche erkennen. Aber für die Umrisse würde es reichen. Und ganz sicher würde es reichen, um das Gesicht Ihres Nachbarn, Ihrer Nachbarin zu erkennen.
Ich bin Mose. Vor über dreihundert Jahren stellte man mich unter diese Kanzel. Als ein Zeichen für die Menschen: Die Predigten hier, sie stehen auf dem Grund der Zehn Gebote. Die Predigten, die hier gehalten werden, sie fußen auf dem Alten Testament. Ihr habt gemeinsame Wurzeln mit dem Judentum. Manchmal, in eurer Geschichte, da wäre es gut gewesen, ihr hättet auf dieses Zeichen geachtet.
Ich bin Mose. Vor über dreihundert Jahren stellte man mich unter diese Kanzel.
Und ich stelle fest: Ihr habt euch verändert, ihr Menschen. Immer habt ihr nach Gott gefragt und gesucht. Habt mit ihm gehadert, oft und oft. Manche von euch haben seine Existenz bestritten. Ihr habt gezweifelt und gehofft, geflucht und gebetet, Gott gelobt und ihn angeklagt.
Doch immer mehr habe ich das Gefühl: Er ist euch egal geworden. Ob Gott existiert, das ist überhaupt nicht mehr so wichtig. Glauben, das ist höchstens noch was für die ganz Frommen und ein paar Ewiggestrige. Ihr seid so sehr mit euch selbst beschäftigt, dass ihr gar nicht mehr an Gott denkt. Nur jetzt, in der Weihnachtszeit, da überlegt ihr mal kurz. Wäre schön, an Weihnachten in die Kirche zu gehen, ein Krippenspiel zu sehen, bevor die Geschenke ausgepackt werden.
Ihr Kleingläubigen! Seht nur noch auf euch selbst, auf euer eigenes, kleines, bescheidenes Leben. Armselig seid ihr. Habt weltweite Kontakte per Email und habt doch den Blick für die Größe und Weite der Welt verloren. Blickt nur auf euch selbst. In euch selbst verkrümmt seid ihr. So nannte Luther den sündigen Menschen. Ist euch alles egal geworden.
Ihr armen Menschen. So viel Erkenntnis hat euch die Wissenschaft gebracht. Und doch den Blick so klein und eng gemacht, dass ihr Gott nicht mehr erkennt. Wer glaubt schon noch an Wunder heutzutage?

Ach Bing, lassen wir das mit den Übersetzungsversuchen lieber, ok? Ich nicht dafür.

Mittlerweile bin ich sicher: Bing IST eine Satireseite. (Danke an @RankeLeo @wellengeheimnis und @hauptstadtgoere )

Ziemlich blöde Frage, Amazon. :-)

Ziemlich blöde Frage, Amazon. :-)
Zweimal im Jahr, mitten in der Nacht in der dunklen Schweinfurter Johanniskirche: Ein Lichtstrahl beleuchtet eine einzelne Figur. Sie scheint zu erwachen. Erzählt aus ihrem Leben, klagt, lobt Gott, predigt und verzagt auch manchmal. Andere Figuren und Kunstwerke stimmen ein. Literarische Texte aus allen Epochen verweben sich im Dunkel mit leiser Musik.
Zur Ruhe kommen im Dunkel der Nacht. Nachdenken über Fragen des eigenen Lebens. Den Kirchenraum neu entdecken. Kirchenführung, Advents- oder Passionsandacht, literarische Lesung, Liederabend: Die Schweinfurter „Klänge in der Nacht“ haben von all diesen etwas und sind doch mehr als das.
In diesem Buch finden Sie Texte, die für die ersten zehn „Klänge in der Nacht“ geschrieben wurden. Zum Nachlesen und Nachspüren. Zum Träumen und Hoffen. Ein ungewöhnlicher Zugang zur Kunst, nicht nur für Schweinfurter.
Kuschel, Heiko: Ich bin Mose. Kirchliche Kunstwerke erzählen, broschiert, 136 Seiten, ISBN 978-3-7347-4264-4, 7,90 €
E-Book 4,49 €
23.01.15 Wort in den Tag - .mp3
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Wie riecht eine Kirche? Katholische nach Weihrauch vielleicht. Ansonsten ein bisschen muffig, nach Kerzen, nach Büchern, nach kaltem Stein, wie auch immer. Kann sein.
Die Johanniskirche Schweinfurt riecht im Augenblick anders. Viel leckerer. Nach Braten und Nudeln, nach Auflauf und Gemüse. Und hinterher nach Kaffee und Kuchen. Drei Wochen lang lädt die Vesperkirche ein zum Mittagessen, zu einem Preis, den sich wirklich jeder leisten kann.
Gemeinsam essen, gemeinsam trinken, gemeinsam feiern. Das ist Kirche. Das ist vor Gott ein lieblicher Geruch. So soll Kirche öfter sein, einladend, fröhlich. Oder mit einem Wort, das heute nicht mehr so gebräuchlich ist wie in meiner Jugend: Dufte.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Duft Gottes in Ihrem Leben spüren. Heute. Schnuppern Sie mal. Wonach riecht er für Sie?
Ihr Pfarrer Heiko Kuschel von der evangelischen Citykirche Schweinfurt.